Aus der Vereinsgeschichte

des Schützenvereins „Tell“ e.V. 1921 Quierschied

 

Am 10. August 1921 wird der Verein unter dem Namen „Schützenklub Tell“ im Lokal Johann Martin, Quierschied, Hauptstrasse, gegründet. Zur Gründerversammlung sind nachstehend aufgeführte Personen erschienen: 1.   Johann Martin, 2. Johann Kiefer, 3. August Wolf, 4. Paul Kiefer, 5. Johann Siffrin, 6.   Philipp Bost, 7. Georg Meiser, 8. Peter Messinger, 9. Georg Zapp, 10. Fritz Kurth, 11. Niklaus Krass, 12. Niklaus Pietsch, 13. Johann Quinten, 14. Matthias Quinten. 

Der erste Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Johann Martin, 2 Vorsitzender Johann Kiefer, 1. Schriftführer August Wolf, 2. Schriftführer Johann Quinten, 1. Kassenführer Peter Messinger, 2. Kassenführer Fritz Kurth, Beisitzer Georg Zapp, Matthias Quinten und Johann Siffrin. 

Da der Verein bei seiner Gründung ohne jegliche Mittel ist, stellt ihm jedes Mitglied den Betrag von 100,- Mark zum Bau einer Schießstandanlage zur Verfügung. Mit diesem Geld wird dann sofort mit dem Aufbau einer Schießstandanlage begonnen. Letztere wird im Hof des Vereinslokals errichtet. Die Schießentfernung beträgt zwangsläufig nur 15 Meter, da zu dieser Zeit auf weitere Entfernung nicht geschossen werden darf. Die benutzten Gewehre haben das Kaliber 6 mm und sind Eigentum der betreffenden Vereinsmitglieder. In den folgenden Jahren tritt allmählich eine Lockerung der Schießbestimmungen ein, was eine Suche nach einer größeren Anlage zur Folge hat.

Nach Verhandlungen mit dem Leiter des Forstamtes Fischbach, Herrn Forstmeister Gerlach, wird dem Verein ein Waldstreifen am Schafswald zur Errichtung einer neuen Schießanlage verpachtet. Bei dem Pachtgelände handelt es sich um eine Waldschlucht, die erhebliche Erdbewegungen erforderlich macht. Auf diesem Gelände wird im Herbst 1931 mit dem Bau der Anlage begonnen. Durch eine rege Beteiligung der Vereinsmitglieder, die unentgeltlich arbeiten, gehen die Arbeiten derart rasch vorwärts, dass die Anlage im Juni 1932 fertiggestellt ist. Die Anlage besitzt nun einen 100-m-Stand, sechs 50-m-Stände, einen Pistolenstand und ein Schießhaus aus Holz. 

 

Das Eröffnungsschießen, verbunden mit einem großen Pokalschießen, findet im Juni 1932 statt und steht unter dem Protektorat des damaligen Amtsbürgermeisters von Quierschied, Herrn Sieberin. Die ersten Schüsse auf der neuen Anlage werden durch die geladenen Ehrengäste abgegeben. 

1938 wird das Blockhaus durch einen Massivbau ersetzt. Der Verein beteiligt sich sehr rege und mit bestem Erfolg an allen größeren auswärtigen Schießen. Ganz besonders gelingt es den Mitgliedern Emil Nonner, Ferdinand Baltes, Fritz Baltes Alois Schröder, Josef Wagner und Robert Becker bei großen Schießen in schärfster Konkurrenz viele Erste und Wanderpreise zu erringen. Den Jugendschützen Fritz Wolf und Otto Immesberger gelingt der Vorstoß in die Gebetsauswahl „Südwest“. Nachfolger von Johann Martin im Amt des Vorsitzenden sind bis Kriegsende Peter Meyer, Paul Kiefer und August Wolf. 

Im Laufe des Krieges wird der Schießbetrieb wesentlich ruhiger, da der größte Teil der Mitglieder zur Wehrmacht eingezogen wird. Am Ende des Krieges hat der Verein nachstehend aufgeführte Mitglieder an Gefallenen zu beklagen: 1. Wendel Becker, 2. Emil Nonner, 3. Fritz Baltes, 4. Herbert Schommer, 5. Erich Kipper, 6. Günter Kessler, 7. Edmund Forster, 8. Alois Schlicker, 9. Waldemar Kessler, 10. Helmut Kurz, 11. Alois Schichtel. Durch die Kriegseinwirkungen hat die Schießanlage gelitten. Von 1945 bis 1950 sind durch die Militärregierung die Ausübung des Schießsportes verboten. Die 15 wertvollen Vereinsgewehre müssen an die Besatzungsmacht abgeliefert werden. Die Anlage wird zweckentfremdet genutzt, so dient das Schießhaus als Pferdestall, wodurch weitere Schäden entstehen. Trotz der Zwangspause wird die Kameradschaft weiter gepflegt, so dass bereits Mitte 1950 die Neugründung des Vereins unter dem Vorsitz von Paul Kiefer möglich ist. 

Durch fortlaufendes Preisschießen mit Luftgewehren wird nun versucht, die erforderlichen Mittel zum Wiederaufbau der Anlage zu beschaffen. Gleichzeitig wird durch die Mitglieder des Vereins mit den Aufbauarbeiten begonnen. Weitere Vorsitzende in dieser Zeit sind Fritz Schaum und erneut Johann Martin. Die Aufbauarbeiten gehen dann rasch vorwärts, so dass der Verein als einer der ersten Schützenvereine den Schießbetrieb wieder aufnehmen kann. Dies hat zur Folge, dass der Schützenverband Saar die Auswahlschießen zur saarländischen Olympiamannschaft auf unserem Stande durchführt. Nachdem die Olympiamannschaft, die sich aus den 4 besten saarländischen Schützen zusammensetzt, endgültig aufgestellt ist, trainiert auch diese fortlaufend bis zur Abfahrt nach Helsinki auf unserem Stande. Dieser Olympiamannschaft gehören auch unsere beiden Vereinsmitglieder Peter Flätgen und Fritz Wolf an. 

Die damals 92 Mitglieder des Vereins konzentrieren sich nun vorwiegend auf die vereinsinternen Belange. Nacheinander werden eine Jungschützen- und Pistolenabteilung gegründet. Von Vereinsmitgliedern wird ein recht ansehbarer, halbautomatischer Pistolenstand gebaut. Da er der einzige seiner Art im Saarland ist, werden zunächst alle Trainingsschießen und schließlich die erste saarländische Pistolenmeisterschaft bei uns ausgetragen. Bei diesen erstmals ausgetragenen Meisterschaften können unsere Schützen in allen Disziplinen Titel erringen. Bei den KK-Schützen, die anfangs wegen fehlender Gewehre kaum trainieren können, erzielt man ebenfalls Preise und Titel in allen Wettkämpfen. In laufend durchgeführten öffentlichen Preisschießen mit Luftgewehren, den so genannten „Bolzengewehren“, werden die Reinerträge zur Anschaffung von KK-Gewehren mit Zubehör verwendet, so dass wir Ende 1954 schon fünf vereinseigene Gewehre besitzen. Unser Vereinskamerad Peter Flätgen kann sich damals in die saarländische KK-Landesmannschaft einschießen. Auch das im gleichen Zeitraum bei uns aufgenommene Luftgewehrschießen findet bei den Schützen Anklang. Sechs Luftgewehrscheibenzüge und drei Luftgewehre bilden die ersten Grundlagen für die vielen errungenen Preise und Meisterschaften. Selbst die Frauen von verschiedenen Vereinsmitgliedern begeistern sich für diese Waffenart und geben Anlass zur Gründung einer Damenabteilung. Schon die erste Teilnahme dieser Abteilung an den saarländischen Meisterschaftskämpfen sichert ihnen den Landestitel, den sie dreimal hintereinander verteidigen können. 

Bei aller Aufwärtsentwicklung des Schießbetriebes vergisst man jedoch nicht derer zu gedenken, die in treuer Pflichterfüllung auf dem Felde der Ehre geblieben sind und aus unserer Mitte gerissen wurden. Den Beschluss der Generalversammlung von 1955, unmittelbar neben der Schießhalle ein Ehrendenkmal zu errichten, führt man am Heldengedenktag 1955 aus. In einer schlichten Feier, bei der verschiedene Ortsvereine mitwirkten, wird ein Gedenkstein mit den Namen der gefallenen Vereinskameraden eingeweiht. 

Mit dem Tode unseres langjährigen 1. Vorsitzenden Johann Martin tritt 1956 eine Neubesetzung des Vorstandes ein. In der Generalversammlung im Januar 1957 wird der Entschluss gefasst, den bisherigen Schießstand durch einen modernen zu ersetzen. 

Noch während der Vorbereitungsarbeiten für den Standumbau beschließt eine außerordentliche Mitgliederversammlung unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Otto Immesberger, den Antrag auf Eintragung des Vereins beim Amtsgericht zu stellen. Dem Antrag wird entsprochen und der Verein in Schützenverein „Tell“ e.V. 1921 Quierschied umbenannt. Gleichzeitig mit der Namensänderung wird eine neue Vereinssatzung von der Versammlung gebilligt und angenommen. 

Die somit vollzogenen, vereinswichtigen Angelegenheiten geben den Startschuss zur Intensivierung unserer Neubauarbeiten. Den Abbruch des alten Schützenhauses übernehmen die Vereinsmitglieder in angesetzten Großarbeitstagen. Dem Abbruch folgen die Arbeiten am neuen Schießstand. 

In den nun folgenden Wochen und Monaten intensiver Arbeit der Mitglieder entstehen Stück für Stück der Fertigung. Es wird ein zweistöckiges Gebäude erstellt. Von den Luken des Erdgeschosses aus können nun 5 Pistolenstände beschossen werden. Auf dem gleichen Stand wird 10 m Luftgewehr geschossen. Die Kleinkaliberstände werden zum Höhenausgleich in den 1. Stock verlegt. Außerdem befindet sich im 1. Stock ein Auswertraum. 

Vom 30. August bis 1. September 1958 findet dann ein großes Schützenfest mit Standeinweihung statt. Der Festkommers in der Turnhalle, der Festumzug und als Abschluss des Festes der Große Zapfenstreich werden noch lange in Erinnerung bleiben. Diesem Fest folgt vom 29. bis 31. August 1959 ein Schützenfest mit Kreisschützentag in Quierschied. Auch hier bilden der Festumzug und ein Feuerwerk am Schießstand die Höhepunkte der Festtage. Dieses Fest wird ausnahmslos in den Hallen und auf dem Betriebsgelände des Autobusunternehmens A. Philippi veranstaltet. Bereits ein Jahr später, am 23. und 24. Juli 1960 wird wiederum ein Schützenfest mit Fahnenweihe veranstaltet. In einem Festkommers in der Jahnturnhalle Quierschied wird die neue Fahne durch den Landesschützenmeister Herrn Dr. Saar dem Verein übergeben.

In einer außerordentlichen Generalversammlung 1963 wird beschlossen, den Schießstand um den Anbau einer Mehrzweckhalle zu erweitern. In dieser Mehrzweckhalle sollen in Zukunft das Luftgewehrschießen sowie alle vereinsinternen Veranstaltungen durchgeführt werden. Wie bei dem Neubau des Schießstandes wird auch hier mit einer Unterstützung der Gemeinde und des Schützenverbandes Saar und durch intensive Arbeit der Vereinsmitglieder der Anbau getätigt. Dieser Baumaßnahme muss der bestehende Pistolenstand weichen. 

1967 übernimmt Emil Dietrich den Vorsitz des Vereins. Die Jugendabteilung erhält moderne Luft- und KK-Gewehre, was den Grundstock legt für einige spätere Erfolge. Von den Jungschützen Axel Matheis, Hans Erich Reichert und Hans Werner Dietrich kann 1969 auf dem Jugendbestenschießen im Bonn, dem Vorläufer der deutschen Meisterschaft, der dritte Platz mit dem Luftgewehr belegt werden. 

1968 wird der vorhandene 100-mStand durch eine elektrische Scheibenzuganlage modernisiert. Ein Sportpistolenstand wird geplant. 

Das 50-jährige Bestehen feiert der Verein 1971 unter dem Vorsitz von Fritz Guillaume mit einem großen Festprogramm. 

Im Jahre 1972 übernimmt Otto Immesberger erneut den Vorsitz des Vereins. 

1973 kann der fertiggestellte Sportpistolenstand seiner Bestimmung übergeben werden. Die bereits erfolgreichen Sportpistolenschützen müssen nicht weiterhin auf ihr Heimrecht verzichten und die Trainingsmöglichkeiten sind verbessert. Dies macht sich in einem weiteren Leistungsanstieg bemerkbar. 

1977 wird ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender wird Dr. H.E. Reichert. 

Der Gebäudezustand hat Reparatur- und Renovierungsarbeiten notwendig gemacht. Gleichzeitig soll der Entwicklung des Vereins Rechnung getragen werden und eine Schießhalle mit 10 Druckluftwaffenständen entstehen. Der Schießraum soll von den Club- und Aufenthaltsräumen getrennt sein. Vier verschiedene Pläne zur Verwirklichung dieses Zieles werden erarbeitet und Berechnungen angestellt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung entscheidet sich nach ausgiebiger Beratung ohne Gegenstimme und bei nur einer Enthaltung für den zweckmäßigsten und preiswertesten Plan. 

Eine Schießhalle mit 10 automatischen Druckluftwaffenständen wird erbaut. Die Halle kann gleichzeitig für die gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins genutzt werden. Die Club- und Aufenthaltsräume werden völlig neu gestaltet. Eine neue Toilettenanlage wird erbaut, des Weiteren verschiedene Nebenräume. Die 50-m-KK-Anlage wird hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt von Immissionsschutz und Sicherheitsbestimmungen renoviert. Auf den Erhalt des 100-m-Stands wird aus Kosten-Nutzen-Gründen verzichtet. Das Äußere des Gebäudes sowie die gesamte Anlage werden instand gesetzt. 

Der in den Jahren 1978 bis 1981 durchgeführte Um- und Erweiterungsbau erreicht fast Umfang und Finanzvolumen eines Neubaues. Dabei bleibt die Finanzlage des Vereins gesund. Dank vielseitiger Hilfen, so unter anderem von Brauerei und Landesverband, sowie der an der Bauausführung beteiligten Unternehmen, insbesondere aber durch die großzügige Unterstützung der Gemeinde sowie der selbstlosen und tatkräftigen Hilfe vieler Mitglieder ist dies möglich. 

Ausgehend von neuen Bestimmungen des Vereinsrechts erfolgt 1979 eine Satzungsänderung. 

1980 gibt sich der Verein die in der neuen Satzung festgelegte Ehrungs- und Finanzordnung. Nach dem beruflichen Wegzug von Dr. Reichert wird der bisherige 2. Vorsitzende Richard Stein im Jubiläumsjahr 1981 zum 1. Vorsitzenden gewählt. 

Trotz der Bautätigkeit wird der Schießbetrieb nie in Mitleidenschaft gezogen, was zahlreiche sportliche Erfolge belegen, vor allem die seit langem geförderte Jungschützenabteilung. 

Das gesellschaftliche Leben findet seine jährlichen Höhepunkte in der Grünen Nacht, dem Königsball und der Meisterschaftsfeier sowie dem bereits traditionellen Ortspokalschießen. 

Seit einem Jahrzehnt besteht eine freundschaftliche Verbindung und kameradschaftliche Beziehung zu der königlich privilegierten Schützengesellschaft Harburg/Schwaben, die in mehreren gegenseitigen Besuchen vertieft wird. 

Trotz aller Freude an unserem harmonischen Vereinsleben liegt eine drückende Sorge auf unserem Vorstand: Die Auflagen zum Betreiben unserer offenen Schießstände in Hinsicht der Sicherheit im Bezug auf den Emissionsschutz werden immer schärfer und machen umfangreiche Ergänzungsarbeiten am offenen Sportpistolenstand sowie an der KK-Schießanlage notwendig. In Selbstbeschränkung stellen wir auf beiden Schießanlagen den Schießbetrieb ein. 

Nach Planungsgesprächen mit dem Ministerium des Inneren, dem Gewerbeaufsichtsamt und dem Sachverständigen des Schützenverbandes Saar werden Konzepte erstellt, um die beiden Schießstände auf den neuesten Stand gemäß den Vorschriften zu bringen. 

Der offene Sportpistolenstand muss nach Westen hin mit einer Seitenblende abgeschottet werden, die Hochblenden werden neu gegliedert und die Duellanlage überarbeitet. Mit vereinten Kräften – im wahrsten Sinne des Wortes -  führen wir die Arbeiten durch und erhalten am 24.09.1991 den Genehmigungsbescheid vom Ministerium des Innern und Gewerbeaufsichtsamt. Somit sind die im Oktober desselben Jahres die Rundenkämpfe auf unserem überholten Sportpistolenstand gesichert. 

Vor einem weitaus größeren Problem stehen wir bei dem 50-m KK-Stand. Auch hier müssen Seiten- und Hochblenden angebracht werden, ebenso muss ein neuer Kugelfang errichtet werden. Doch das war leichter gesagt als getan: Die Topographie unseres Geländes erschwert das Anbringen der Seitenblenden bis zur Unmöglichkeit.  

Gleichzeitig wächst die Nachfrage aus den Reihen der Pistolenschützen nach einem Großkaliberstand. Über Wochen hinweg werden Skizzen und Pläne gefertigt und im Endeffekt brauchbare Debatten geführt: Mit einem neuen, geschlossenen Sportpistolenstand in Verlängerung unserer Luftgewehrhalle können wir die fundamentale Grundlage für die notwendigen Seitenblenden des KK-Standes schaffen. Die Finanzierung kann erst durch einen großzügigen Zuschuss aus unserer Gemeindekasse gesichert werden. 

Mit viel Zuversicht beginnen wir mit den Ergänzungsarbeiten. Jedoch alleine mit Vereinsmitgliedern können wir die umfangreichen Arbeiten nicht bewältigen. Für Erd- und Bauarbeiten werden Firmen hinzugezogen, die Seiten- und Hochblenden werden in Eigenleistung erstellt. Die neuen Seilzuganlagen werden eingebaut.  

Am 08. Juli 1996 wird die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme der KK-Anlage vom Ministerium des Inneren erteilt. Mit einem Schützenfest anläßlich der 75-Jahrfeier unseres Vereins wird die KK-Anlage eingeweiht. Den 1. Schuss feuert der Landesschützenmeister, Herr Dr. Saar, ab. 

Nun wird mit vereinten Kräften die Fertigstellung des geschlossenen Sportpistolenstandes in Angriff genommen. Die Arbeiten gehen zügig voran, an Helfer gibt es keinen Mangel. Doch auch hier müssen für bestimmte Arbeiten Firmen hinzugezogen werden: Die aufwendige Be- und Entlüftungsanlage muss geplant, konstruiert und eingebaut werden. Ebenso muss die Duellanlage eingebaut werden. Beim Innenministerium steht uns der Schießsachverständige des SVS, Herr Erich Binkle bei allen Fragen beratend zur Seite. Die Endabnahme durch den öffentlich bestellten Sachverständigen Herrn Dipl. Ing. Frank Titeux findet am 02. Mai 2001 statt. Die endgültige Genehmigung unserer Schießanlage wird am 03. August 2001 durch das Ministerium des Innern, Herrn Bouillon, erteilt.

Als die Kosten für die Pacht des Grundstücks erheblich in die Höhe schießen, wird der Kauf des Geländes in Erwägung gezogen. Sollte der Vertrag gekündigt werden, muss das Grundstück in seinen alten Zustand wiederhergestellt werden, was bedeutet, dass der gesamte Gebäudekomplex abgerissen werden muss. Eine jahrzehntealte, traditionsgeladene Stätte wäre somit ausgelöscht. Nach jahrelangem, zähem Ringen gelingt dem 1.Vorsitzenden Richard Stein der Kauf des Geländes und ab sofort kann sich der Schützenverein als stolzer Besitzer auf seinem eigenen Grund und Boden fühlen.

 

2011 feiert der Verein sein 90jähriges Bestehen. Der 1. Vorsitzende Richard Stein amtiert zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, er hat sein Amt nach 30 Jahren an Andreas Berger weitergegeben, der von nun an die Geschicke des Schützenvereins „Tell“ e.V. 1921 Quierschied leiten soll. Mit einem stark verjüngten Vorstand soll ihm dies gelingen.

Dringende Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten werden durchgeführt, um die Substanz weiterhin zu erhalten. Dennoch geht der Schießbetrieb weiter. Das Schützenhaus erhält einen neuen Anstrich, auf dem geschlossenen Sportpistolenstand werden dringend notwendig gewordene Reparaturarbeiten durchgeführt.

Die Jugendarbeit, die leider in den letzten Jahren eingeschlafen ist, bekommt durch die neue Jugendwartin Iris Zimmer neuen Aufschwung. Schwerpunkt des Jugendtraining soll sein, den Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Sportgerät Luftgewehr bzw. -pistole zu vermitteln. Mit dem Kauf eines Lasergewehrs legen wir den Grundstein für eine hochwertige technische Ausbildung im Jugendbereich über 12 Jahren. Gleichzeitig erhalten wir mit der Computersimulation erstmals im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen die Möglichkeit, auch interessierten Jugendlichen unter 12 Jahren das „Schießen ohne Kugel“ zu ermöglichen. Der Verein möchte dadurch das Interesse Jugendlicher am Schießsport fördern und somit für die so dringend benötigten Nachwuchsschützen sorgen.

Trotz aller Negativschlagzeilen der letzten Monate und Jahre in den Medien versucht der Verein, den Schießsport als Sport an sich darzustellen und das negative Bild, welches die Allgemeinheit von den Schützen hat, zu widerlegen.

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